Ist eine Stromcloud sinnvoll?

Eine Strom-Cloud kann man sich wie eine große Online-Batterie vorstellen, die Sie nutzen können, wann immer Sie wollen. Die Strom Cloud funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Sparkonto, indem Sie ungenutzten Strom auf Ihr „Strom-Sparkonto“ gutschreiben können. Die Stromcloud agiert in diesem Fall als virtueller Speicher für Ihre PV-Anlage. Im Idealfall können Anlagenbesitzer die Strom-Cloud nutzen, um ihren verbleibenden Strombedarf zu decken und ihre Stromkosten in den Herbst- und Wintermonaten auf Null zu senken. Strom-Clouds bieten Ihnen die Möglichkeit einer völlig autarken Stromversorgung und ermöglichen es Ihnen, das Beste aus Ihrer gesamten Photovoltaikanlage herauszuholen. Außerdem können Sie Ihren Strom anderen Cloud-Mitgliedern zur Verfügung stellen oder ihn von diesen kaufen. Doch ist eine Photovoltaik Cloud wirklich sinnvoll? In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über das Thema Solarcloud wissen sollten.

Stromcloud: Gemeinsam in der Cloud Community

Stromcloud als virtueller SolarstromspeicherModerne Photovoltaik-Anlagen decken in der Regel 20-30 Prozent der privaten Stromkosten, aber wenn Sie einer Strom-Cloud-Community beitreten, können Sie sogar 100 Prozent Ihrer Stromkosten abgedeckt bekommen. Moderne PV-Anlagen decken durchschnittlich 20 bis 30 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs ab. In Kombination mit Speicher- und Stromcloud-Diensten kann dieser Wert jedoch bis zu 80 Prozent betragen. Eine Kilowattstunde Strom wird für 10-20 Cent gehandelt. In einer Cloud-Gemeinschaft bedeutet dies höhere Gewinne für diejenigen, die Strom ins Netz einspeisen, und niedrigere Kosten für Haushalte, die auf externe Stromquellen angewiesen sind.

Genau im Moment des Verbrauchs ist der Strom, den Sie als Kunde später „aus der Stromcloud“ erhalten und zu Ihnen nach Hause bringen, neu erzeugter Strom aus einem anderen Solarpark, einer Windturbine oder einer anderen Art von Kraftwerk. Das System funktioniert nicht als Stromspeicher, da es sich um zwei verschiedene Prozesse handelt – den Kauf von Strom aus dem Netz und die Speicherung in der Stromcloud (virtueller Speicher).

Die Vorteile einer Stromcloud

Im Gegenzug für die Speicherung des von Ihrer Photovoltaikanlage erzeugten Stroms verspricht eine Stromcloud, Ihren Bedarf an zusätzlichem Strom aus dem Netz zu verringern, wenn Ihre PV Anlage gerade nicht genug Strom produziert. In der Praxis werden Sie nicht in der Lage sein, kontinuierlich so viel Solarstrom durch Ihre Photovoltaikanlage zu erzeugen, wie Sie verbrauchen. Sie beziehen den zusätzlich benötigten Strom aus dem Stromnetz während der Nacht und wenn eine große Anzahl von Haushaltsgeräten gleichzeitig in Betrieb ist.

Das Ziel einer Stromcloud: Die vollständige Selbstversorgung mit Solarstrom aus der Photovoltaikanlage

Diejenigen, die Sonnenkollektoren und Stromspeicher in ihren Häusern haben, erzeugen im Sommer mehr Strom als sie in ihren Häusern verbrauchen. Der überschüssige Strom wird ins Netz eingespeist, wo er derzeit mit etwa 12 Cent pro kWh vergütet wird. In den Wintermonaten reicht der auf dem Dach erzeugte Strom jedoch selten aus, um den gesamten Strombedarf des Hauses zu decken. Dann muss der Strom zu hohen Kosten aus dem Netz bezogen werden, die je nach gewähltem Tarif zwischen 26 Cent pro kWh und 30 Cent pro kWh liegen.

Die sogenannte Stromcloud, die inzwischen von immer mehr Energieversorgern angeboten wird, soll dieses Problem in Zukunft lösen. Bei diesem Szenario wird überschüssiger Strom im Sommer nicht mehr ins Netz eingespeist, sondern fließt in die Stromcloud. Der persönliche virtuelle Stromspeicher für Ihre PV-Anlage.

Nachteile der Stromcloud

Als Nutzer von Strom-Cloud-Diensten erklären Sie sich damit einverstanden, das Eigentum an der Einspeisevergütung an den entsprechenden Cloud Anbieter zu übertragen. Darüber hinaus ist für Cloud-Dienste eine monatliche Abonnementgebühr erforderlich (zwischen 15 und 35 Euro). In vielen Fällen gibt es in dieser Situation keine Preisgarantie. Daher ist der von Cloud-Anbietern berechnete Preis pro Kilowattstunde in der Regel deutlich höher als der Preis, den ein gewöhnlicher Stromanbieter berechnet.

Wer eine Photovoltaikanlage erwirbt und beabsichtigt, den überschüssigen Strom wieder an das Netz zu verkaufen, tut dies in der Absicht, einen Gewinn im steuerlichen Sinne zu erzielen. Das führt dazu, dass der Betreiber die Vorsteuer abziehen kann und die 19 Prozent Mehrwertsteuer, die im Kaufpreis der Anlage enthalten waren, vom Finanzamt erstattet bekommt. Dies kann je nach System zwischen mehreren tausend Euro und mehreren hunderttausend Euro liegen.

Stromcloud Anbieter im Überblick

Sonnenflat

Eines der Regelenergiekonzepte ist die sonnenFlat, die von dem Stromspeicherhersteller sonnen hergestellt wird. Aus dem Speicher kann sowohl Strom entnommen als auch von diesem Ort aus geliefert werden. Im Gegenzug erhalten die Besitzer des Speichers eine kostenlose Strommenge, die proportional zu ihrem Stromverbrauch ist. Wenn Sie Ihren kostenlosen Strom nicht vollständig verbrauchen, erhalten Sie eine Rückerstattung in bar.

LichtBlick – SchwarmBatterie

Quelle https://www.energie-experten.org

Um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen, ist die Lichtblick SchwarmBatterie ein cloudbasiertes Stromspeichersystem, das die Speicher der Kunden nutzt. Pro 2,5 Kilowattstunden (kWh) überschüssigen Solarstroms, den der Anlagenbesitzer ins Netz einspeist, erhält er eine Kilowattstunde (kWh) kostenlosen Strom von LichtBlick, einem Unternehmen, das sich auf erneuerbare Energien spezialisiert hat. Für diesen Service fällt keine monatliche Grundgebühr an. Es ist auch möglich, die Lösung mit der kostengünstigen BYD B-Box HVS zu kombinieren.

Stromcloud von SENEC

Die SENEC-Cloud ist eine Alternative zu sonnen und LichtBlick, bei der der von Solarmodulen und Speichersystemen erzeugte Strom nicht zum Ausgleich von Schwankungen in der Stromversorgung aus dem Netz verwendet wird. Jedes Jahr senden die Anlagenbesitzer den bei SENEC erzeugten überschüssigen Solarstrom an die Solar Cloud, die als Speicher dafür dient. In einem bestimmten Monat können maximal 10.000 Kilowattstunden zurückgegeben werden. Anlagenbesitzer, die mehr Strom verbrauchen als die vereinbarte Menge an zurückgesandtem Strom, haben die Möglichkeit, zusätzlichen Strom zu marktüblichen Preisen zu kaufen.

Wegen der monatlichen Grundgebühr bleibt das Modell von SENEC hinter der Konkurrenz zurück. Obwohl die Strom-Clouds von senec und sonnen zusätzliche Vorteile bieten, wie z.B. eine Gewinnbeteiligung und die Möglichkeit, kostenlosen Strom an jedem beliebigen Ort zu nutzen, bietet die Strom-Flatrate SchwarmBatterie von Lichtblick in Kombination mit einer günstigen BYD-Box das beste Gesamtpreis-/Leistungsverhältnis.

Stromcloud von SENEC
Die SENEC Stromcloud. Quelle: SENEC

Was kostet eine Stromcloud im Monat?

Alle Cloud-Tarife basieren auf einer monatlichen Grundgebühr, die jeden Monat berechnet wird. Sie liegt zwischen 22 und 55 Euro pro Monat, je nach Größe des benötigten virtuellen Speicherplatzes (für 1.000 bis 3.000 kWh; ab 2021). Ein günstiges Ökostromangebot eines etablierten Stromanbieters ist daher vorzuziehen. Ein weiterer Punkt, den Sie beachten sollten, ist, dass es nicht mehr notwendig ist, einen eigenen Stromliefervertrag mit einem Energieversorger zu haben. Unter der Webseite https://www.energieversum.de/stromcloud/ erfahren Sie mehr über die Stromcloud, Kosten, Funktion und ob sich eine Stromcloud für Ihre Photovoltaikanlage lohnt.

Macht eine Stromcloud ohne Energiespeicher sinn?

Eine Strom-Cloud lohnt sich nur als Ergänzung zum eigenen Energiespeichersystem der PV-Anlage, und die Kosten dafür sind ein wichtiger Faktor, den es zu berücksichtigen gilt. Die von den Energieversorgern angebotenen Photovoltaik Komplettpakete sollen das bestmögliche Zusammenspiel von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und Cloud Computing gewährleisten. Mit dem Einsatz eines Batteriespeichersystems ist es möglich, einen durchschnittlichen Autarkiegrad von 70 Prozent zu erreichen.